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Spruch der Woche

"Was hinter dir ist,
und was vor dir ist,
ist nichts im Vergleich zu dem,
was in dir ist." (Chin. Sprichwort)

Systemische Aufstellung

Prinzipiell ergeben sich für Systemische Aufstellungen folgende Möglichkeiten der Anwendung:

• in der Psychotherapie (Einzeltherapie, Paar- oder Familientherapie)
• in Entscheidungssituationen privater oder beruflicher Natur
• bei gesundheitlichen Problemen (bis hin zu Krebs) als auch psychosomatischen Symptomen ohne vordergründig erkennbare Ursache
• in der Mediation (bei Problemen im juristischen Umfeld, wie z.B. Sorgerecht, Scheidung)
• in der Arbeit mit Strafgefangenen (Täter-Opfer-Problematik)
• zur Aufarbeitung der Folgen aus Krieg oder Vertreibungen
• in Schulen und anderen Organisationen
• in Unternehmen (Konflikte, Personalfragen, Coaching)
• uvm

Die systemische Strukturaufstellung ist eine Sonderform der systemischen Familienaufstellung und wurde von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelt. Damit entstand ein systematisches Verfahren, das auch für andere Systeme als das Familiensystem einsetzbar ist.

Aufstellungen sind nicht als Ersatz für eine Psychotherapie gedacht, wenngleich sie von vielen Psychotherapeuten gerne zu therapeutischen Zwecken angewandt werden. Sie machen Dinge sichtbar und wirken schon allein dadurch im System des Aufstellenden.

Da aber in der Seele des Aufstellenden meist einiges in Bewegung kommt, erfordert diese Arbeit vom Aufstellungsleiter eine hohe Qualifikation, fundierte Ausbildung und emotionale Intelligenz. Eine umfassende Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in Krisen und die Kenntnis von Werkzeugen zur Intervention in kritischen Momenten sowie Empathie und Verantwortungsgefühl gehören zur Grundausstattung jedes Aufstellungsleiters. Diese Arbeit kann nur gelingen, wenn er frei von Voreingenommenheit durch eigene Hypothesen über den Ausgang einer Aufstellung ist („Annehmen, was ist“ wie Bert Hellinger sagt), wenn er auf die Kontrolle über das Geschehen verzichten kann und stattdessen „ohne Absicht und ohne Furcht“ (Bert Hellinger) durch die Aufstellung führt.